Wie eine Chronistin hält Helga Pollak das Geschehen im Zimmer 28 und im Ghetto fest. Sie schreibt von ihren Kameradinnen, Betreuerinnen, Lehrerinnen, vom Alltag und von herausragenden Ereignissen im Zimmer 28 und im Ghetto. Sie schreibt von den Stunden mit ihrem Vater, die ihr so viel bedeuten. Und von Büchern, die sie las und von Konzerten, die sie besuchte. Von einem Beethoven-Konzert ist sie so berührt, dass sie daraus wie eine große Dichterin ein wunderbares Märchen macht, das Einblick gibt in ihre Seele. Und immer wieder geht es um Transporte, um Abschiednehmen, um große Traurigkeit. Um die Zukunft.
Am 23. Oktober 1944 muss auch sie auf Transport Richtung Auschwitz-Birkenau - allein, ohne ihren Vater. Was sie dann erlebt und was ihr Vater durchmacht, auch dies erfährt man aus dem Buch.
Es ist ein bewegendes Zeugnis von der Zusammengehörigkeit von Vater und Tochter; ein bewegendes Zeugnis von der Kraft der Solidarität und Freundschaft unter den Mädchen, deren Freundschaft bis ans Ende ihres Lebens dauern wird.