Hannelore Brenner (-Wonschick)


Was mir am Herzen liegt...

Seitdem ich mich 1996 mit einer Gruppe von Überlebenden des Holocaust zu einem Erinnerungsprojekt verbündete, habe ich ein Ziel vor Augen: gemeinsam mit ihnen ein bleibendes Gedenken zu schaffen. So entstanden das Buch, die Ausstellung und das Theaterstück Die Mädchen von Zimmer 28. Die Geschichte dieser Mädchen aus dem Ghetto Theresienstadt zu erzählen und lebendig zu halten, wurde mir zur Herzensangelegenheit. 

Unterstützt von einem Freundeskreis entstand 2007 in Berlin der Verein Room 28 e.V. Seit 2008 leite ich den Verein als Vorstand und Projektmanagerin. 2014 begründete ich mit der Herausgabe des authentischen Theresienstädter Tagebuchs von Helga Pollak-Kinsky die Reihe Edition Room 28. Alle Publikationen dieser Reihe bilden zusammen die literarische Grundlage des Room 28 Erinnerungs- und Bildungsprojektes.

Room 28 Jubiläums-Broschüre. 1996-2026.

Die Broschüre The Creation of a Lasting Memory. 1996-2026 gibt auf 46 Seiten Einblicke in die Anfänge, Motive und Ziele des Room 28 Erinnerungsprojektes und in all das, was daraus entstanden ist -  Buch, Ausstellung, Theaterstück, Bildungsprojekt, der Verein Room 28 und die Edition Room 28.

Ziel der Broschüre ist es, ein über 30 Jahre gewachsenes Erinnerungsprojekt vorzustellen und für die Schaffung eines multimedialen bleibenden Gedenkens eine Allianz zu schmieden. 

Ziel der Broschüre ist es auch, gemeinsam mit dem Verein Room 28 und seiner Mitglieder und Freunde ein Netzwerk aufzubauen und substantielle Förderung für die bevorstehende große Aufgabe zu gewinnen: die Modernisierung der Ausstellung, die Weiterentwicklung des Bildungsprojektes und die Erschließung und Nutzbarmachung des umfangreichen Room 28 Ton- und Filmarchivs. Die Broschüre (englisch) schlägt den Bogen von 1996 bis 2026 und gibt einen Eindruck vom Gesamtprojekt.

Alliance

Brundibár und "Die Mädchen von Zimmer 28"

Brundibár-Hörfunkfeature von Hannelore Wonschick, Brenner-Wonschick

Im Rahmen meiner Recherchen zum Radiofeature Brundibár und die Kinder von Theresienstadt lernte ich 1996 Überlebende des Ghettos Theresienstadt kennen, darunter eine besondere Gruppe von Frauen. Sie lebten einst, zwischen 1942 und 1944, im Zimmer 28 des Mädchenheims L 410 im Ghetto Theresienstadt zusammen. Wir verbündeten uns, allen voran Anna Hanusová und Helga Kinsky, um ein Gedenken zu schaffen an die Mädchen, die im Holocaust umgekommen sind. Das Hörfunkfeature Brundibar und die Kinder von Theresienstadt (Produktion Sender Freies ) wurde 1997 ausgestrahlt. Eine Neuproduktion erfolgte 1998 durch den Österreichischen Rundfunk. Das Label EDA records veröffentlichte  das Feature auf seiner Doppel-CD 1999. Das ORF-Originalfeature ist Teil des Room 28 Bildungsprojektes und über die Edition Room 28 erhältlich.


Buch und Ausstellung

Das Buch

Im April 2004 erschien das Buch Die Mädchen von Zimmer 28. Freundschaft, Hoffnung und Überleben in Theresienstadt im Droemer Verlag, München. Das Buch erzählt auf der Grundlage authentischer Dokumente und Erinnerungen, eingebettet im historischen Kontext, das Schicksal einer Gruppe von Theresienstädter Kindern. Das Buch erzählt auch die Geschichte der Aufführungen der Kinderoper Brundibár 1943-1944 im Ghetto Theresienstadt.

Buch. Die Mädchen von Zimmer 28
Das Buch

Im September 2004 wurde erstmals die gleichnamige Ausstellung in Schwerin eröffnet. Ausstellungen in tschechisch, französisch, englisch und portugiesisch (Brasilien) folgten und damit verbunden viele weitere Veranstaltungen und Projekte. 

Ausstellung: Die Mädchen von Zimmer 28

Room 28 Projects | Edition Room 28

Logo der Room 28 Projects

Ab 2005 gab ich dem jüdisch-deutschen Erinnerungsprojekt mit seinen Projekten und Produktionen und dem Management derselben den Namen Room 28 Projects. Es kam zu unzähligen Ausstellungen, Lesungen, Zeitzeugenbegegnungen, oft im Rahmen von Aufführungen der Kinderoper Brundibár und zu Theaterprojekten. Inzwischen sind die Room 28 Projects Teil der Edition Room 28, und die alte Website gibt es nicht mehr. 

Room 28 e.V.

Logo des Vereins Room 28

Seit 2008 leite ich als Vorstand und Projektmanagerin den 2007 gegründeten Berliner Verein Room 28 e.V. Es ist ein kleiner Kreis, der sich im Besonderen zur Aufgabe gemacht hat, die Projekte mit und über "Die Mädchen von Zimmer 28" zu unterstützen und das damit verbundene Theresienstädter Vermächtnis lebendig zu erhalten und an junge und kommende Generationen zu vermitteln und weiterzuerzählen.  Mein Vorstandskollege ist Frank Harders-Wuthenow, Musikverleger beim Musikverlag Boosey & Hawkes - Bote & Bock sowie Mit-Herausgeber des Labels EDA. Ihm ist die preisgekrönte Ausstellung "Musik im okkupierten Polen" zu verdanken. - Website Room 28 e.V.: www.room28.net