In die Rolle des Spatzen schlüpfte so oft er nur konnte Stephan Sommer. Der kleine Junge war der Liebling des Ensembles. Helga Kinsky erinnert sich: Wir haben ihn manchmal geknuddelt. Er hat sich auf der Bühne entzückend bewegt und ist wunderbar herumgehüpft, ganz wie ein Spatz.
Unvergesslich bleibt der Pianistin Alice Herz-Sommer, wie sehr ihr Sohn Brundibár liebte.
Mein Junge war bezaubert, verzaubert von Brundibár. Und wenn er dann zurückkam von einer Aufführung, hat er sich auf die oberste Pritsche gestellt, einen Kochlöffel in der Hand, und hat das dirigiert. Und unsere fünf Kinder, wir hatten sechs in unserem Zimmer, die haben alle mitgesungen.
Die Aufführung war stets von Neuem ein Ereignis. Und es gab so wunderbare Szenen! Zum Beispiel wenn der kleine Trompeter sein Solo spielte und die Kinder dazu Walzer tanzten. Wir haben immer viel gelacht, erinnert sich Ela Weissberger. Da war ein kleiner, dänischer Junge – und er hat so schön gespielt!
Foto: Alice Herz-Sommer mit Sohn Stephan.