Vision

Vision und Vermächtnis


Update.  Januar 2024. Hannelore Brenner.

Wie alles begann

Von Anfang an, seit 1996, als ich Anna Hanusová in Brno und Helga Kinsky in Wien erstmals besuchte, hatte ich eine Vision, und fühlte ich mich geradezu verpflichtet, das Vermächtnis dieser „Mädchen von Zimmer 28“ in die Zukunft zu tragen. Die bewegende Geschichte aus dem Ghetto Theresienstadt und der innige Wunsch der Überlebenden, ein bleibendes Gedenken zu schaffen, inspirierten mich zu immer neuen Werken – Buch, Ausstellung, Theaterstück, Bildungsprojekt – für all das gab ich 2005 den Namen Room 28 Projects. 

Foto: Anna Hanusová (links) und ihre Freundin Helga Kinsky (rechts) standen am Anfang des Room 28 Erinnerungsprojektes. Mittig: Hannelore Brenner. Das Foto entstand im September 2006 bei unserem Festakt zur Gründung der "Initiative Room 28" - Vorläufer des Vereins - im Hotel Horal in Spindlermühle.

Die Rolle von Room 28 e.V. , Mitgliedern und Freunden

Ich freue mich, dass unser Verein Room 28 e.V. engagierte Mitglieder im Besonderen aus dem pädagogischen und künstlerischen Bereich gewonnen hat, die verstehen, um was es bei dem multimedialen Erinnerungsprojekt - den  Room 28 Projects - geht, und welche Vision dahinter steht und uns verbindet. 

Mehr zum Zukunftsprojekt des Vereins auf: https://www.room28.net/angebote/

Dank und Hoffnung

Ich danke allen, die es möglich machten, dass das gesamte jüdisch-deutsche multimediale Room 28 Erinnerungsprojekt heute, im Januar 2024,  auf eine Zeitspanne von 28 Jahren zurückblicken kann. Viele Menschen haben dazu beigetragen, dass sich das Projekt immer weiter entwickeln, dass immer wieder Neues entstehen konnte, und unser Freundeskreis wuchs. 


Nicht zuletzt ist die Strahlkraft des Projektes den Überlebenden von Zimmer 28 zu danken, deren so wertvollem Erfahrungsschatz und Menschlichkeit. Sie haben unzählige Herzen zum Schwingen gebracht, auch meines. In dem, was ich geschrieben und geschaffen habe, schwingt es weiter.

Fast will mir scheinen, wir sind, bewusst oder unbewusst, dem Motto der Kinderoper Brundibár gefolgt: Nur gemeinsam sind wir stark. Daher ist mir auch das Brundibár-Kinderbuch so wichtig geworden.


Nachdem 2007 der Verein Room 28 e.V. gegründet wurde, konnten viele Projekte dank Fördermittel und Spenden mit Überlebenden vom Zimmer 28 verwirklicht werden. Inzwischen stellt sich auch mir die Frage: Was geschieht mit meinem literarischen Nachlass? Mit all den Dokumenten, den Büchern, dem Pressearchiv? 

Zweierlei Vermächtnisse

Und vor allem: Was wird mit dem umfangreichen Room 28 Ton- Film und -Bildarchiv geschehen, dafür gedacht, die Ausstellung und das Bildungsprojekt zu bereichern? Dies ist die größte Herausforderung. Denn die Digitalisierung alter Medien (Kassetten, Minidiscs und diverse Filmkassetten) bedeutet einen großen finanziellen Aufwand. Eine noch größere Herausforderung ist die geistige „Feinarbeit“: das gesamte Material (circa 150-200 diverse Medien) abzuhören und anzuschauen und die Fragmente, die für die verschiedenen Installationen zur Ausstellung oder Module zum Bildungsprojekt wichtig sind, auszuschneiden, zusammenzufügen und sie technisch, je nach Verwendung, aufzubereiten.


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