Edition Room 28
Edition Room 28

Room 28 Projects

Wirkungsgeschichte

Rückblick

Hannelore Brenner

In den zehn Jahren seit Erscheinen des Buches und der Ausstellung 'Die Mädchen von Zimmer 28' im Jahre 2004 hat das Theresienstädter Tagebuch von Helga Pollak-Kinsky eine einzigartige Wirkung entfaltet. Dies geschah wohlgemerkt im Kontext der Geschichte der jüdischen  Mädchen, die von den Nazis ins Ghetto Theresienstadt deportiert wurden und zwischen 1942 und 1944 im Zimmer 28, Mädchenheim L 410 zusammenlebten.

Helga Pollak-Kinsky stellte ihr authentisches Tagebuch in den Dienst der Sache. Gemeinsam mit ihrer Freundin Anna Hanusová (1930-2014) wollte sie etwas tun, um die Mädchen von Zimmer 28, die Freunde und all die Lieben, die in Auschwitz ermordet wurden, dem Vergessen zu entreißen.

Für die dokumentarische Erzählung der Geschichte der 'Mädchen von Zimmer 28' wurde Helgas Tagebuch zum konstitutiven Element. Ohne dieses authentische Zeugnis und die authentischen Zeugnisse ihres Vaters Otto Pollak hätte ich das Buch 'Die Mädchen von Zimmer 28' nicht geschrieben, und es gäbe auch keine Ausstellung, kein Theaterstück, keine Room 28 Projects und kein Verein Room 28.

Helgas Tagebuch diente auch den Überlebenden von Zimmer 28 als Katalysator  bei der gemeinsamen Erinnerungsarbeit.

Nachwort von Peter Gstettner

Der  Klagenfurter Erziehungswissenschaftler und Historiker Professor Peter Gstettner nimmt auf diese Wirkungsgeschichte von Helgas Tagebuch im Rahmen des Projektes mit den 'Mädchen von Zimmer 28' Bezug wenn er schreibt:

 

"Die Geschichte der jugendlichen Helga Pollak, die das Ghetto Theresienstadt, die Deportation nach Auschwitz und das Arbeitslager Oederan (Außenlager von Flossenbürg) überlebte, ist ein Modellfall der Erinnerung und des Gedenkens an das Schicksal der europäischen jüdischen Kinder. Ihre autobiografischen Aufzeichnungen sind vergleichbar mit dem Tagebuch der Anne Frank. Wie bei Anne Frank handelt es sich bei Helga um „eine Geschichte für heute“, einmal, weil uns diese Geschichte an ein Gruppenschicksal aus einer noch nicht so lange vergangenen Zeit erinnert, und zum anderen, weil uns heute die Menschheitsverbrechen der Nazis immer noch so bewegen, dass wir uns über die Genese und eine mögliche Wiederkehr des Grauens noch keineswegs klar sind.

So wird diese Geschichte noch viele Generationen nach uns bewegen..."

Helga Pollak-Kinsky

Seit Erscheinen des Buches und der Ausstellung 'Die Mädchen von Zimmer 28 wirkte Helga Pollak-Kinsky bei unzähligen Veranstaltungen mit. Sie nahm an Ausstellungseröffnungen teil, sie war zu Gast als Zeitzeugin bei Aufführungen der Kinderoper Brundibár und führte, vor allem bei ihren vielen Besuchen an Schulen, den Dialog mit Tausenden von jungen Menschen. Denn das war ihr Anliegen und das ihrer Freundinnen vom Zimmer 28:  ihre Erfahrungen und  das, was ihnen wichtig wurde, jüngeren Generationen zu vermitteln.

Helga am 16.10.2013 in der Deutschen Botschaft in Wien

Für ihr Engagement wurde Helga Pollak-Kinsky am 16. Oktober 2013 in der Deutschen Botschaft in Wien mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Helga und Peter Gstettner am 13.4.2015 im Wiener Rathaus

Am 13. April 2016 wurde Helga Pollak-Kinsky im Wiener Rathaus mit dem  Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien ausgezeichnet. Die Laudation hielt Professor Peter Gstettner.

 

Mehr zu  Helgas Engagement auf  Events mit Helga.

Ein einzigartiges Dokument

Nach über zehn Jahren, in denen Helga Pollak-Kinsky als Protagonistin der Geschichte der 'Mädchen von Zimmer 28' wirkte und und als solche wahrgenommen wurde und ihr authentisches Tagebuch dazu diente, die Geschichte des Gruppenschicksals der Mädchen von Zimmer 28 zu dokumentieren, war es an der Zeit, Helgas vollständiges Tagebuch zu veröffentlichen, ihrem Schatz an zeithistorischen und menschlichen Dokumenten Raum zu geben und ihre eigene Biographie und das Schicksal ihrer Familie zu erzählen.


Jubiläumsband (196-2016)

Kompendium 2016. Room 28 Bildungsprojekt

Das Kompendium 2016 vermittelt zwanzig Jahres des jüdischen-deutschen Projektes mit den "Mädchen von Zimmer 28".

 

Es ist auch der Beginn einer Reihe, die im Rahmen des internationalen Room 28 Bildungsprojekt fortgesetzt werden soll.

 

NEWS

CD des Monats Juni im ORF-Shop.Suchbegriff: Theresienstadt

ZWoCKHAUS

Zwockhaus vertreten durch: Agentur Hannelore Brenner brenner@room28.de

Zum Kompendiuem erschien dieses Interview im hpd (Humanistischer Pressedienst) am 2. 5. 2017 von Evelin Frerk:

Gesucht!

Freiberufliche Mitarbeiter/in -  Buchhändlerin oder Buchhändler für verlegerische Aufbau- und Ausbau-Tätigkeit.

Erschienen 2016

Evelina Merová
Lebenslauf auf einer Seite.pdf
PDF-Dokument [422.6 KB]

Erschienen 2014

Flyer zum Buch.pdf
PDF-Dokument [184.8 KB]

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