Edition Room 28
Edition Room 28

 

 

Helga Pollak-Kinsky

Vita

Helga Pollak-Kinsky Edition Room 28/ Foto © Eva Kinsky, Wien

Helga Pollak-Kinsky wurde am 28. Mai 1930 als Tochter von Frieda und Otto Pollak in Wien geboren. Ihr Vater war Besitzer des populären Konzertcafés Palmhof in der Wiener Mariahilferstraße. Mit dem Einmarsch deutscher Truppen am 12. März 1938 in Österreich wurde das Leben der Pollaks wie das tausender jüdischer Familien aus der Bahn geworfen.

Frieda Pollak konnte sich 1939 nach England retten. Der Plan, Helga nachzuholen, scheiterte. Im Januar 1943 wurde sie zusammen mit ihrem Vater Otto Pollak ins Ghetto Theresienstadt deportiert.

Die Geschichte ihrer Kindheit -  das Leben im Ghetto Theresienstadt, der Transport nach Auschwitz, die Monate im Arbeitslager Oederan/Sachsen, die Rückkehr im April 1945 nach Theresienstadt, das Wiedersehen mit ihrem Vater und die Befreitung - davon erzählt das Buch.

Girls' Home L 410, Theresienstadt

Das Herzstück des Buches ist Helgas originales Tagebuch, geschrieben im Mädchenheim L 410, Zimmer 28. Es bringt uns das Leben mit den Mädchen im Zimmer 28 ganz nahe und nimmt uns mit in die Gedanken-und Gefühlswelt eines Mädchens, das durch seine Reflexionen und Schilderungen besticht.

Helga nach der Befreiung, Kyjov 1946

Im 4. April 1946 ging Helgas Wunsch in Erfüllung. Nach 7-jähriger Trennung von ihrer Mutter flog sie zu ihr nach London. Ein neues Leben begann.

 

1951 heiratete sie den deutschen Emigranten Gerhard Kinsky aus Rössl/Ostpreußen, der sich in Äthiopien vor den Nazis in Sicherherheit bringen könnte. Mit ihm zog sie zunächst nach Bangkok, dann nach Addis Abeba. In Fernorst wurden ihre beiden Kinder geboren.

 

Helgas Vater Otto Pollak lebte mittlerweile wieder in Wien. Dorthin zog Helga mit ihrer Familie 1957. Seitdem lebt sie in Wien.

Special honors

Im Jahre 1998 stellte Helga ihr Theresienstädter Tagebuch in den Dienst der gemeinsamen Sache - etwas Bleibendes zur Erinnerung an die "Mädchen von Zimmer 28" und an die Zeit während des Holocaust zu schaffen. Dadurch konnte das Buch und die Ausstellung Die Mädchen von Zimmer 28 entstehen; auch ein lebendiges Erinnerungsprojekt, getragen von den Überlebenden von ZImmer 28. Helga Pollak-Kinsky und ihr Theresienstädter Tagebuch spielten dabei ein wesentliche Rolle.

Ich freue mich, dass sie nach vielen Jahren unermüdlichen Engagements offiziell geehrt wurde.

Mehr Infos auf dem Menue: Special honors

Edition Room 28 is a branch of Room 28 Projects. There is a separate website:

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